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True Criminology - Der Kriminologie Podcast

Über den Podcast

Kriminalität ist Grusel und Faszination zugleich. Ein Übermaß an Kriminalität wird häufig als Zeichen von Staatsversagen und einer gestörten sozialen Ordnung gesehen. Zugleich dient Kriminalität zur Unterhaltung: True Crime Formate stellen reale Kriminalfälle dar. Aber vermitteln diese Formate wirklich ein realistisches Bild von Kriminalität? Sicher nicht. Insbesondere durch die Schwerpunktsetzung auf schwere Gewalt- und Sexualdelikte tragen sie wohl eher zu einer verzerrten Wahrnehmung von Kriminalität bei.
Der Podcast von Dr. Nicole Bögelein, Universität zu Köln, und Prof. Dr. Gina Rosa Wollinger, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, will das Interesse an Kriminalität aufgreifen und die Diskussion mit wissenschaftlichen Erkenntnissen anreichern.
In ihrem zweiwöchentlich erscheinenden Podcast True Criminology vermitteln sie grundlegende Ergebnisse der Kriminologie. Dabei geht es nicht um die Darstellung oder Aufarbeitung einzelner Fälle, sondern um die grundlegenden kriminologischen Fragen: Wie normal ist Jugenddelinquenz? Passieren Sexualdelikte eher im verlassenen Park, im Straßenkarneval oder in den eigenen vier Wänden? Und warum bereiten uns dunkle Ecken Angst, auch wenn dort nichts zu befürchten ist?
Der Podcast richtet sich dabei an ein interessiertes Publikum, Fachwissen wird nicht vorausgesetzt: Neugier genügt!

Die Frage, was Kriminalität ist, scheint erst einmal banal: Alles was im Strafgesetzbuch verboten ist. Aber es lohnt sich ein tieferer Blick.

Und den wagen wir in der ersten Folge unseres Podcasts.

Woher wissen wir eigentlich, wie viel Kriminalität es gibt? Ist die Polizei dafür zuständig, das festzuhalten?

In dieser Folge widmen wir uns der Frage, was durch wen warum ins sogenannte Hellfeld der Kriminalität bestellt ist und wie man etwas über das Dunkelfeld herausfinden kann.

Welche Delikte treten wie oft auf in Deutschland? Wie entwickelt sich die Kriminalität im Verlauf der letzten Jahre?

In dieser Folge erläutern wir aktuelle Veränderungen im Kriminalitätsgeschehen und ordnen diese ein.

Die Furcht vor Kriminalität hat wenig damit zu tun, ob jemand "objektiv" Gefahr läuft, Opfer einer Straftat zu werden.

In dieser Folge gehen wir dem subjektiven Sicherheitsgefühl nach.

Warum ist Jugendkriminalität eigentlich so ein großes Thema in der Kriminologie?

In dieser Folge widmen wir uns dem Zusammenhang von Jugend und Kriminalität.

In Justizvollzugsanstalten befinden sich vor allem Menschen, die aus prekären Verhältnissen kommen. Gibt es also einen Zusammenhang zwischen Armut und Kriminalität?

Dieser Frage gehen wir in dieser Folge nach.

Der Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität wird in den Medien immer wieder - teils sehr vereinfachend - diskutiert.

In dieser Folge betrachten wir die kriminologischen Erkenntnisse, die es diesbezüglich gibt.

Nur eine von vier tatverdächtigen Personen in der Polizeilichen Kriminalstatistik ist weiblich. In den Gefängnissen machen Frauen nur rund 5% der Belegung aus. In dieser Folge gehen wir dem Zusammenhang von Geschlecht und Kriminalität nach.

Beim Thema Gewalt hören erst mal alle hin und meinen zu wissen, was gemeint ist. Aber was ist eigentlich gemeint? In dieser Folge erläutern wir den Begriff, reißen an wie sie entsteht und erläutern die empirische Entwicklung.

Strukturelle Gewalt liegt dann vor, wenn der Staat durch seine Institutionen einseitig die Interessen bestimmter Teile der Gesellschaft vertritt und andere Interessen diskriminiert.

Was das mit Kriminologie zu tun hat, besprechen wir in dieser Folge.

Von häuslicher Gewalt spricht man bei Gewalt zwischen Personen, die familiär oder partnerschaftlich zusammenwohnen. Unabhängig vom gemeinsamen Haushalt liegt sie vor, wenn sie in bestehenden oder vergangenen Partnerschaften geschieht. In dieser Folge betrachten wir dieses Thema.

Kein anderer Deliktsbereich ist so von gesellschaftlich-moralischen Vorstellungen geprägt wie der Bereich sexualisierte Gewalt. Hier haben gesellschaftliche Vorstellungen und ein potenzieller Wandel weitreichende Konsequenzen für Geschädigte, Täter:innen und den rechtlichen und behördlichen Umgang.

In dieser Folge widmen wir uns sexualisierter Gewalt gegen Erwachsene.

Zwei mächtige und doch falsche Mythen gibt es zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder: Den des/der fremden Täter/in und den des/der (ausschließlich) pädophilen Täter/in.

Die heutige Folge beschäftigt sich mit den Hintergründen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder.

Als Vorurteilskriminalität, teils auch "hate crime", bezeichnet man Straftaten, die begangen werden, weil die Täter:innen Vorurteile gegen eine bestimmte Gruppe haben. Die Geschädigten werden zum Opfer, weil der/die Täter:in sie einer bestimmten Gruppe zuschreibt.

Folge 15

Tötungsdelikte

Die Häufigkeit von Tötungen in der Realität und in den Medien variiert deutlich. In dieser Folge widmen wir uns der Krimifrage schlechthin:  Wie ist das mit dem Töten?

Fast zehn Jahre lang stieg die Fallzahl an Wohnungseinbrüchen in Deutschland -mit weitreichenden Folgen: Während Betroffene teilweise langfristig unter der Tat litten, suchten Polizei und Politik nach Lösungen. Heute verzeichnen wir ein sehr geringes Ausmaß an Einbrüchen.