Jump to main content

Drogen im Strafvollzug - Konsum, Kultur, Kontrolle

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Thema „Drogen in Haft“ und damit verbundenen Folgen für den Alltag der Inhaftierten. Zum einen liefert das Projekt aktuelle Ergebnisse hinsichtlich Konsummuster von erwachsenen Inhaftierten. Daneben besteht ein Fokus des Projektes auf den subjektiven Wahrnehmungen und Einstellungen der Inhaftierten zu diesem Problemfeld. Zuletzt soll in Erfahrung gebracht werden, inwieweit die Gefangenen über drogenspezifische Behandlungsmöglichkeiten in Haft informiert sind und wie sie diese bewerten. Ein Vergleich dieser Daten mit denen unseres Kooperationspartners, Frau Prof. Dr. Angelika Pitsela von der Aristoteles Universität in Thessaloniki (Griechenland), ermöglicht eine internationale Perspektive.

Veröffentlichung

  • Bäumler, Esther/ Schmitz, Maria-Magdalena/ Neubacher, Frank (2019): Drogen im Strafvollzug – Einschätzungen und Bewertungen von Gefangenen, Neue Kriminalpolitik 31, Heft 3, S. 301-318

Vorträge

  • Bäumler, Esther: Perspektiven auf das Vorhandensein von Drogen in Haft, Vortrag bei der Fachtagung des Norddeutschen Kriminologischen Gesprächskreises, Güstrow, 24.05.2018
  • Bäumler, Esther / Koscinski, Maria-Magdalena: Drugs in Prison - Consumption, Culture, Care, Oral Presentation at the 28th Annual Conference of the European Society for Social Drug Research, Lisbon, 21.09.2017

Projektteam

Prof. Dr. iur. Frank Neubacher M.A. (Direktor)

Tel.: 0221-470-4281
Fax: 0221-470-5147
f.neubacher@uni-koeln.de

Abgeschlossene Projekte

Kollektivphänomene im digitalen Raum

Das Projekt untersucht am Beispiel des Kurznachrichtendienstes Twitter den Verlauf thematischer Wellen als kollektive Phänomene des digitalen Raums. Anhand der hierfür erhobenen Daten werden die Themen und Verläufe insbesondere solcher Wellen mit politischen und gesellschaftsrelevanten Inhalten sowie die Struktur der beteiligten Akteure analysiert. In einem zweiten Teil werden dann die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für das Strafrecht thematisiert.

Radikalisierung im digitalen Zeitalter (RadigZ)

Das Projekt analysiert, inwieweit Internetpropaganda eine Radikalisierung in der realen (Offline-) Welt bedingt bzw. fördert. Dabei interessieren Radikalisierungsverläufe als Prozesse, die im Grundsatz reversibel sind und auch in Deradikalisierung münden können.

Illegale Drogenmärkte außer- und innerhalb von Justizvollzugsanstalten

In diesem Projekt geht es um illegale Drogenmärkte außer- und innerhalb von Justizvollzugsanstalten – mit dem Schwerpunkt auf Cannabishandel. Wie gelangen die Drogen zu den Gefangenen? Bedienen sie sich hierfür der Kontakte, die für sie auch in Freiheit maßgeblich waren? Und welche Akteure spielen sonst noch eine Rolle? Im Rahmen des qualitativen Projekts werden bundesweit Gefangene bzw. Personen mit Hafterfahrung sowie Expertinnen und Experten aus Justiz und Polizei interviewt.

Mädchen- und Frauenkriminalität im deutsch-griechischen Vergleich

Das Projekt „Mädchen- und Frauenkriminalität im deutsch-griechischen Vergleich“ widmete sich der Frage, wie sich der niedrige Anteil der Kriminalität von Mädchen und Frauen an der gesamten registrierten Kriminalität erklären lässt. Dabei interessierte uns insbesondere die bisher wenig erforschte Anzeigenbereitschaft gegenüber Frauen in Verbindung mit der Frage, ob das Geschlecht des Täters einen Einfluss auf die Beurteilung der Schwere der Tat hat.

Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafen

Das Land NRW hat zum 1. Januar 2011 die „Verordnung über die Tilgung uneinbringlicher Geldstrafen durch freie Arbeit und über die entsprechende Ermächtigung des Justizministeriums zum Erlass von Rechtsverordnungen“ in Kraft gesetzt und versucht, über ein einheitliches Verfahren und durch flankierende Maßnahmen die Verurteilte besser zur Ableistung gemeinnütziger Arbeit zu motivieren. Das Institut für Kriminologie der Universität zu Köln evaluierte von Juni 2011 bis Juni 2013 die neuen Maßnahmen.