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Apl. Prof. Dr. iur. Michael Kubink

apl. Prof. Dr. iur. Michael Kubink

Justiz­vollzugs­beauf­trag­ter NRW

mkubink(at)uni-koeln(dot)de

Zur Person
  • 28. März 1964, geboren als zweiter Sohn des Politologen und Jour­­nalisten Siegfried Kubink und seiner Ehefrau Ursula, geb. Menze, in Köln. Bruder: Dr. Wolfgang Kubink
  • 1970 bis 1974, Besuch der Grundschule in Köln
  • 1974 bis 1983, Besuch des Schiller-Gymnasiums in Köln. Abitur im Juni 1983
  • WS 1983/84 bis WS 1988/89, Studium der Rechts­wis­sen­schaften an der Universität zu Köln. Ablegung der ersten juristi­­schen Staats­prüfung am Oberlandesgericht Köln im Januar 1989
  • WS 1985/86 bis WS 1988/89, Studen­tische Hilfskraft im Rechtswissen­schaft­lichen Haupt­­se­minar der Universität zu Köln
  • April 1989, Annahme als Doktorand bei Professor Dr. Walter
  • SS 1989, Wissen­schaftliche Hilfs­kraft am Lehr­stuhl für Öffentliches Recht der Universität zu Köln bei Professor Dr. Weides
  • Juni 1989 bis Oktober 1990, Pro­jekt­­mit­ar­beiter bei der Erstellung und Verfassung des For­schungsberichtes “Die Straf­barkeit von Amtsträgern im Umweltbereich für das Umweltbun­des­amt unter Leitung von Professor Dr. Rogall, Berichte 8/91 des Umweltbundesamtes, Berlin 1991
  • SS 1989 bis WS 1993, Korrekturassistent an der Universität zu Köln bei den Professoren Weigend (mehrfach), Hirsch (mehrfach), Walter, Rogall
  • März 1991 bis Ja­nuar 1994, juristischer Vorberei­tungs­dienst im Oberlandesgerichts-Bezirk Köln. Ablegung der zweiten juristischen Staatsprüfung
  • Juli 1992, Abschluß des Promotions­ver­fah­rens mit dem Ri­go­rosum
  • März 1994 bis Mai 1995, Wis­sen­schaftlicher Mit­arbeiter an der Kriminologischen For­schungs­stelle der Universität zu Köln bei Professor Dr. Walter
  • Juni 1994 bis Juni 1996, Leiter und Betreuer des Projektes Fremdenfeindliche Straftaten. Poli­zei­liche Registrierung und justizielle Erledigung am Beispiel Köln und Wuppertal, im Auftrag des Bun­desministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Mai 1995 (bis Mai 2001), Wissenschaftlicher Assistent an der Kriminologischen Forschungsstelle der Universität zu Köln bei Professor Dr.Walter
  • Januar 1997, Präsentationsvortrag vor dem Habilitationsausschuß zum Thema “Die Nebenklage in verbundenen Verfahren gegen jugendliche und volljährige Beschuldigte”
  • Juni 1997 bis Januar 2001, Anfertigung der Habilitationsschrift “Strafen und ihre Alternativen im zeitlichen Wandel”
  • März 1998 bis Mai 1998, Mitglied und gutachterliche Beteiligung im Rahmen der Beru­fungs­kommission Nachfolge Professor Dr. Kohlmann
  • 5. Juli 2001, Abschluß des Habilitationsverfahrens und Erlangung des Status eines Privat­dozenten mit der Lehrbefugnis in den Fächern Kriminologie, Jugendkriminalrecht und Straf­recht
  • 22. Oktober 2001, Vortrag vor der Bewerbungskommission für die Nachfolge der Professur (C 4) “Kriminologie, Strafverfahrensrecht und Strafrecht ” (Nach­folge Detlev Frehsee) in Bielefeld
  • ab Dezember 2001, Prüfer im Referendarexamen bei den OLGen Köln und Düsseldorf im Bereich Strafrecht und Nebengebiete
  • ab Juni 2002, festes Mitglied im Prüfungsausschuß des Justizprüfungsamtes Köln
  • Seit Januar 2003, wissenschaftliche Mitarbeit an der Fachhochschule Düsseldorf (Fachbereich Sozialpädagogik und Kriminologie) an dem Projekt Online-Social-Service for Journalists (OSJ) (zusammen mit Frau Professor Losseff-Tillmanns). Es handelt sich um einen Modellversuch zum Wissensmanagement für Journalisten, der zu einem allgemein zugäng­lichen Internetauftritt führen soll.
  • Seit Oktober 2014 Justizvollzugsbeauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen

Publikationen

  • Verständnis und Bedeutung von Ausländerkriminalität. Eine Analyse der Konstitution sozialer Probleme. Hamburger Studien zur Kriminologie, Band 16, Pfaffenweiler 1993 (zugleich Dissertation, Köln 1992).
  • Fremdenfeindliche Straftaten. Polizeiliche Registrierung und justizielle Erledigung am Beispiel Köln und Wuppertal. Kölner Kriminalwissenschafliche Schriften, Band 21, Berlin 1997. Siehe hierzu folgende Rezensionen:- Schüler-Springorum, in: MSchrKrim 1999 (82. Jg.), S. 142-144
    - Kaase, in: Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 10. Jg., S. 344-346
    - Haberland, in: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, 1998, S. 189.
  • Strafen und ihre Alternativen im zeitlichen Wandel (zugleich Habilitationsschrift). Voraussichtliches Erscheinen noch im April 2002 als Band 37 der Kölner Kriminalwissenschaftlichen Schriften im Duncker & Humblot Verlag. Gefördert von der DFG. Kölner Kriminalwissenschaftliche Schriften. Herausgegeben von den Professoren Klaus Bernsmann / Hans Joachim Hirsch / Günter Kohlmann / Michael Walter / Thomas Weigend, Band 37
  • Strafen und ihre Alternativen im zeitlichen Wandel Von Michael Kubink 848 S. 2002. € 98,- / sFr 169,ISBN 3-428-10701-2 – ISSN 0936-2711
    Der Autor untersucht die Entwicklung der Kriminalpolitik im Verlauf der letzten 120 Jahre in ihren Bezügen zu allgemeinen zeit- und geistesgeschichtlichen Entwicklungstendenzen. Er zeichnet ein Panorama der Geschichte “Moderner Kriminalpolitik” seit dem Marburger Programm Franz v. Liszts aus dem Jahre 1882 einschließlich des geistigen und sozial-strukturellen Umfeldes und leistet damit einen Beitrag für die “Gesamten Strafrechtswissenschaften”, der das strafrechtliche Binnensystem und dessen Außenansichten miteinander verknüpft. Dabei geht es ihm insbesondere um die Erfassung und Interpretation der sich wandelnden Sanktions-Alternativen.Michael Kubink gelangt zu der Erkenntnis, dass “modernes Sanktionsrecht” seine Entwicklungsdynamik von “außen” gewinnt. Heute sind es sozialkonstruktive Leistungen, etwa Bewährungsstrafen, “Arbeitsstrafen”, elektronisch überwachter Hausarrest oder der Täter-Opfer-Ausgleich, die als kriminalrechtliches Pendant mit Konzepten einer eigenverantwortlichen “Zivilgesellschaft” und eines zurückgenommenen Staates einhergehen. Duncker & Humblot, Berlin
  • Ausländerkriminalität – Phänomen oder Phantom der (Kriminal-)Po­litik?, in: Monatsschrift für Kri­mi­nologie und Strafrechtsreform 1993 (76. Jg.), S. 306-319 (zusammen mit Michael Walter).
  • Sozial abweichendes Verhalten und Kriminalität ausländischer jun­ger Menschen. Materialien aus der Arbeit der Diakonischen Akademie Stuttgart, 1994, S. 39-50.
  • § 3 JGG – § 17 StGB: gleiche Tatbestandsstruktur?, in: Golt­dam­mer’s Archiv 1995 (142. Jg.), S. 51-59 (zusammen mit Michael Walter)
  • Verteidigung junger Beschuldigter aus der Sicht von Rechts­an­wäl­ten, in: Monatsschrift für Kriminologie und Straf­rechtsreform 1995 (78. Jg.), S. 34-41 (zusammen mit Michael Walter und Michael Semrau).
  • Kriminalität nicht-deutscher Jugendlicher aus kriminalso­ziolo­gi­scher Sicht, in: Ottersbach/Traut­mann (Hrsg.), Integration durch soziale Kontrolle, Köln 1999, S. 13-22.
  • Kriminalität in den Medien, in: DVJJ-Journal 4/1999, S. 438-445.
  • Kriminalität in den Medien – eine Zusammenfassung, in: Kriminalität in den Medien, Reihe “Recht”, des Bundesministeriums der Justiz (Hrsg.), Mönchengladbach 2000, S. 224-238.
  • Symposium über Kriminalität in den Medien – ein Überblick, in: Monatsschrift für Kri­mi­no­logie und Straf­rechtsreform 2000 (83. Jg.), S. 111-120.
  • “Bagatellkriminalität” – kriminalstatistische Wirklichkeiten und kriminalpolitischer Handlungs­be­darf , in: Richter ohne Robe 1/2000, S. 3-9.
  • Die Reichweite strafrechtlicher Garantenstellungen von Lehrern bei Gewalt an Schulen (zugleich Habilitationsvortrag), in: RdJB 1/2002, S. 94-104.
  • Rechtsextremistische und fremdenfeindliche Straftaten, in: ZRP 7/2002, S. 308-312.
  • Fremdenfeindliche Straftaten – ein neuer Versuch der polizeilichen Registrierung und krimi­nal­politischen Problembewältigung , in: MschrKrim 5/2002, S. 325-340.
  • Strafrechtliche Probleme des Rechtsschutzverzichts im sportlichen Grenzbereich – soziale Adä­quanz, erlaubtes Risiko, Einwilligung , in: JA 2003, S. 257-264.
  • The Privatization of Crime Control in Germany: Current Trends and Tendencies, Ver­öffent­li­chung der Beiträge des Internationalen Seminars – Privatization of Social and Justice Services for Young People, Ira Schwartz/H.-J. Kerner (Hrsg.), Veröffentlichung in amerikanischem Verlag vorgesehen (im Druck).
  • Privatisierungstendenzen und -entwicklungen der Verbrechenskontrolle in kritischer Ge­samt­­schau, Ver­öffent­li­chung der Beiträge des Internationalen Seminars – Privatization of Social and Justice Services for Young People (erheblich abgewandelte deutsch­sprachige Version), H.-J. Kerner (Hrsg.), Veröffentlichung im Luchterhand-Verlag in Vorbe­rei­tung.
  • Kriminalpolitische Standortbestimmungen im Konzept der Verbrechensfurcht – Beitrag für den Sammelband zum Kölner Symposium über Alltagsvorstellungen von Kriminalität vom 21.-23.2.2002 in Köln, M. Walter/H.-J. Albrecht (Hrsg.) – (im Druck).
  • Das Prinzip der Selbstverantwortung ein neuer Strafrechtsparameter für Tatbestand und Sanktion. Beitrag für die Festschrift für Günter Kohlmann (erscheint im Herbst 2003).
  • Anmerkung zum Urteil des Hanseatischen OLG in Hamburg vom 2.8.1995 – I – 231/95 = 2 Ss 113/94 (zur strafrechtlichen Anzeigepflicht des Strafvollzugsleiters), in: Zeitschrift für Straf­vollzug und Straffälligenhilfe 1996 (45. Jg.), S. 374-376.
  • Anmerkung zum Urteil des Hanseatischen OLG in Hamburg vom 13.9.2001 – 3 Vollz (Ws) 75/01 (zur Substitutionspflicht gegenüber einem drogenabhängigen Gefangenen), in: Strafverteidiger 5/2002, S. 266-269.
  • Besprechung von H. Ostendorf, Jugendgerichtsgesetz, Kommentar, 4. Aufl. 1997, in: Monats­schrift für Kriminologie und Strafrechts­re­form 1999 (82. Jg.), S. 48-49.